M5 Pro und Max

Apple stellt M5 Pro und M5 Max vor

Apple hat die M5 Pro und M5 Max vorgestellt. Die neuen Chips mit Fusion Architecture und 18-Kern-CPU sollen professionelle Workflows beschleunigen.

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Apple hat heute die M5 Pro und M5 Max vorgestellt – die nach eigenen Angaben fortschrittlichsten Chips für professionelle Laptops. Die beiden neuen Prozessoren kommen im MacBook Pro zum Einsatz und basieren auf der neuen, von Apple entwickelten Fusion Architecture.

Quickread: Auf einen Blick
  • M5 Pro und M5 Max nutzen die neue Fusion Architecture, die zwei 3-Nanometer-Dies zu einem SoC verbindet.
  • Beide Chips haben eine 18-Kern-CPU mit sechs Super Cores und zwölf Performance Cores sowie bis zu 40 GPU-Kerne.
  • M5 Pro unterstützt bis zu 64 Gigabyte RAM, M5 Max bis zu 128 Gigabyte bei 614 Gigabyte pro Sekunde Bandbreite.

Fusion Architecture: Apples neuer Chipdesign-Ansatz

Die M5 Pro und M5 Max führen die sogenannte Fusion Architecture ein – ein innovatives Design, das zwei Dies zu einem einzigen System-on-a-Chip (SoC) verbindet. Diese Architektur nutzt fortschrittliche Packaging-Technologie, um zwei 3-Nanometer-Dies der dritten Generation mit hoher Bandbreite und niedriger Latenz zu verbinden. Das Ergebnis: eine leistungsstarke CPU, eine skalierbare GPU, eine Media Engine, ein Unified-Memory-Controller, eine Neural Engine und Thunderbolt-5-Funktionen – alles in einem Chip.

Fusion Architecture erklärt!

Die Fusion Architecture ist ein von Apple entwickeltes Chipdesign, das zwei separate Dies (Halbleiter-Chips) mittels fortschrittlicher Packaging-Technologie zu einem einzigen System-on-a-Chip verbindet. Diese Architektur ermöglicht es, mehr Rechenleistung und Funktionen in einem Chip unterzubringen, als es mit einem einzelnen Die möglich wäre. Durch die Verbindung mit hoher Bandbreite und niedriger Latenz arbeiten beide Dies nahtlos zusammen und bieten so mehr Leistung bei gleichbleibender Energieeffizienz.

18-Kern-CPU mit Super Cores und Performance Cores

Beide Chips verfügen über eine neue 18-Kern-CPU-Architektur. Das Besondere: Sie kombiniert sechs sogenannte Super Cores – Apples schnellste CPU-Kerne mit der weltweit höchsten Single-Thread-Performance – mit zwölf brandneuen Performance Cores, die für energieeffiziente, mehrfädige Workloads optimiert sind. Zusammen liefern sie laut Apple bis zu 30 Prozent mehr Leistung bei professionellen Anwendungen im Vergleich zur Vorgängergeneration. Gegenüber den M1 Pro und M1 Max soll die Multi-Thread-Performance sogar bis zu 2,5-mal höher ausfallen.

M5 Pro: Für anspruchsvolle Workflows

Der M5 Pro richtet sich an Profis wie Datenmodellierer, Postproduktions-Sounddesigner und STEM-Studierende. Er kombiniert die 18-Kern-CPU mit einer GPU mit bis zu 20 Kernen, von denen jeder einen Neural Accelerator enthält. Mit vier zusätzlichen CPU-Kernen im Vergleich zum M4 Pro steigert die neue CPU-Architektur die Multi-Thread-Performance um bis zu 30 Prozent.

Der M5 Pro unterstützt bis zu 64 Gigabyte Unified Memory mit einer Speicherbandbreite von bis zu 307 Gigabyte pro Sekunde. Die Peak-GPU-Rechenleistung für KI-Aufgaben liegt über viermal höher als beim M4 Pro und über sechsmal höher als beim M1 Pro. Die Grafikleistung steigt um bis zu 20 Prozent gegenüber dem M4 Pro und um das 2,2-Fache gegenüber dem M1 Pro. Bei Anwendungen mit Raytracing beträgt der Leistungszuwachs sogar bis zu 35 Prozent.

M5 Max: Maximale Leistung für höchste Ansprüche

Der M5 Max ist für Profis konzipiert, die maximale GPU-Rechenleistung und die höchste Unified-Memory-Bandbreite benötigen – etwa 3D-Animatoren, App-Entwickler und KI-Forscher. Mit bis zu 40 GPU-Kernen – doppelt so viele wie beim M5 Pro – bietet er eine enorme Rechenleistung. Die 18-Kern-CPU liefert bis zu 15 Prozent höhere Multi-Thread-Performance als der M4 Max.

Der M5 Max unterstützt bis zu 128 Gigabyte Unified Memory mit einer Bandbreite von bis zu 614 Gigabyte pro Sekunde. Diese erhöhte Bandbreite ermöglicht beeindruckende Ergebnisse bei komplexen Szenen, riesigen Datensätzen und höherer Token-Generierung für große Sprachmodelle. Die Peak-GPU-Rechenleistung für KI liegt über viermal höher als bei der Vorgängergeneration und über sechsmal höher als beim M1 Max.

Die Grafikleistung steigt um bis zu 20 Prozent gegenüber dem M4 Max und um das 2,2-Fache gegenüber dem M1 Max. Bei Raytracing-Anwendungen beträgt der Leistungszuwachs bis zu 30 Prozent.

Weitere fortschrittliche Technologien

Beide Chips verfügen über eine schnellere 16-Kern Neural Engine mit höherer Speicherbandbreite für beschleunigte On-Device-KI-Features und Apple Intelligence. Die neueste Media Engine unterstützt hardwarebeschleunigte H.264- und HEVC-, AV1-Dekodierung sowie ProRes-Kodierung und -Dekodierung.

Ein besonderes Sicherheitsfeature ist Memory Integrity Enforcement – ein branchenweit einzigartiger, stets aktiver Speicherschutz, der die Geräteleistung nicht beeinträchtigt. Die Thunderbolt-5-Ports werden jeweils von einem eigenen, direkt auf dem Chip integrierten Controller unterstützt – laut Apple die leistungsfähigste Thunderbolt-5-Implementierung der Branche.

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